Das deutsche Wort »Lügenpresse« hat längst Einzug in den amerikanischen Sprachschatz gehalten. Und, so ergibt eine Studie der Nachrichtenagentur Reuters, es spiegelt die Meinung der Menschen wider.

Das Vertrauen in und die Glaubwürdigkeit der Medien schwindet respektive schwinden in dramatischem Umfang. In Deutschland hält nur noch die Hälfte der Bürger die Medien für glaubwürdig; in den USA sind es sogar nur noch 33 Prozent. Das ergab der »Reuters Institute Digital News Report«.

In Deutschland steht insbesondere die Altersgruppe der unter 35-jährigen überproportional skeptisch den Meldungen der diversen Medien gegenüber. Während insgesamt immerhin noch 47 Prozent der Befragten die Medienformate als »vertrauenswürdig« oder zumindest »zum Teil vertrauenswürdig« befinden, votieren lediglich rund 30 Prozent der U35-jährigen für eine dieser beiden Optionen.

Extrem gravierend jedoch sind die Umfrageergebnisse in Bezug auf die sogenannte und immer wieder propagandierte »Unabhängigkeit« der Medien. Aus den für Deutschland länderspezifischen Seiten des Reports (Germany 2016) geht hervor, dass lediglich 37 Prozent der Befragten darin übereinstimmen, dass die Medien frei von politischer Abhängigkeit seien. Auch die Wirtschaft habe großen Einfluss auf die Medien. Nur 32 Prozent der Befragten gaben an, dass sie an eine wirtschaftsunabhängige Berichterstattung glauben.

Die Informationsbeschaffung der Bürger in Deutschland verlagert sich nach und nach in Richtung sozialer Netzwerke. Während der Rückgang beim TV (2013: 82 Prozent / 2016: 78 Prozent) noch in überschaubarem Maße bleibt, so ist der Niedergang der Printmedien offensichtlich. 2013 waren Zeitungen, Zeitschriften usw. noch für 63 Prozent der Befragten eine Informationsquelle; 2016 ist dieser Wert auf 38 Prozent eingebrochen. Onlinemedien haben laut Report einen Anteil von 59 Prozent; allerdings ist der Anteil der sozialen Netzwerke (die im Report den Onlinemedien zugerechnet werden) von 18 Prozent (2013) auf 31 Prozent (2016) gestiegen.

Den (noch und das auch nur bedingt) freien sozialen Medien schenken die Bürger mehr und mehr Vertrauen als den politisch und/oder wirtschaftlich abhängigen traditionellen Medien. Da ist es nicht verwunderlich, dass die Merkel-Regierung dem durch diverse Zensuraktionen einen Riegel vorzuschieben versucht.

Quelle

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