Sie holen zum großen Schlag aus: Die klassischen Mainstream-Medien und multinationalen Konzerne bekämpfen die Meinungsvielfalt auf YouTube. Dazu setzen sie ihre Macht als Werbepartner ein, um YouTube unter Druck zu setzen. Unbeliebte Meinungen und »Populismus« werden verdrängt.

YouTube hat sich in den letzten Jahren zu einer der größten Medienplattformen in der Geschichte der Menschheit entwickelt. Jeder Computer-Nutzer mit Internetanschluss kann mit eigenen Videos zum Fernsehproduzenten werden und Tausende von Zuschauern, ja sogar ein Millionen-Publikum erreichen. YouTube ist ein wesentlicher Faktor, weshalb Hunderte von Millionen Menschen weltweit immer weniger der Propaganda ihrer Mainstream-Medien glauben. Sie haben eine Alternative gefunden.

In Amerika und Europa klingeln bei den Politikern die Alarmglocken. Denn es sind die alternativen Medien im Internet, allen voran YouTube und Facebook, die zur Wahl von Donald Trump in den USA und in Europa zum Brexit beigetragen haben. Die große Welle des sogenannten »Populismus« – wie die Mainstream-Medien es nennen – sei durch das Internet erst groß geworden. Denn eines ist klar: CNN, BBC, Washington Post oder die New York Times waren es nicht, die für Trump und den Brexit warben.

Auch die multinationalen Konzerne und Finanzgesellschaften blicken mit Sorge auf die alternative Medienwelt. Denn fast alle klassischen Medien bangen um ihre Zukunft. Die Quoten der Fernsehsender sind rückläufig. Gerade die jungen Menschen bevorzugen die Vielfalt und Spontaneität auf YouTube.

Das Meinungs-Imperium schlägt zurück

Regierungen weltweit und »Corporate America« schlagen nun zurück. Zunächst hat Google, zu dem YouTube gehört, versteckte Zensurmethoden eingeführt, wonach angeblich politisch weniger korrekte Inhalte weiter unten bei den Suchergebnissen erscheinen.

Dann haben viele Konzerne ihre Verträge aufgekündigt, weil sie nicht wollen, dass ihre Werbung bei Videos erscheint, die nicht zum Konzernimage passen. Daraufhin wurden unzählige YouTube-Kanäle »de-monetarisiert«, das heißt nicht mehr an den Werbeeinnahmen beteiligt. Viele YouTube-Filmer können sich nun ihre Kanäle nicht mehr leisten – denn ihre Videos werden mit großem zeitlichen und materiellen Aufwand gedreht. So greift eine indirekte Zensur: Wer auf YouTube für seine Filme und Videos Geld bekommen möchte, sollte lieber nicht kontroverse politische Themen ansprechen.

Der zweite Schritt ist die Zensur auf dem geschützten Modus von YouTube. Dort sind zwar noch alle klassischen Nachrichtenmedien mit all ihren Videos sichtbar, doch unzählige alternative Nachrichtenmedien wurden zensiert oder komplett aus dem Modus genommen. Die Doppelmoral und Zensur ist für jeden offensichtlich.

Drittens kommt der große Schlag der Medien-Giganten. Denn die wollen YouTube zunehmend in ihrem Sinne kommerzialisieren, damit sie wieder die Oberhoheit im Medienkosmos zurückbekommen, die sie einst mit ihren Fernsehkanälen inne hatten. Das Ziel scheint klar zu sein: Aus YouTube soll eine Art »On-Demand-TV« werden, bei dem der alte Wein von anno dazumal in neuen Schläuchen präsentiert wird.

Quelle

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