Schon lange war der Frieden auf der Welt nicht mehr so bedroht, wie in diesen Zeiten. Nicht einmal zu Zeiten des Kalten Krieges empfanden die Menschen die Bedrohung durch einen nuklearen Weltkrieg so stark, wie es aktuell der Fall ist.

Jetzt steht die Welt erneut am Abgrund. In Nordkorea spitzt sich der Kampf zwischen Kim Jong-un und US-Präsident Donald Trump zu. Nach dem Raketentest zu Ostern droht Nordkorea mit dem „vollständigen Nuklearkrieg“, wenn die USA zurückschlagen. Die USA entsenden unterdessen weitere Flugzeugträger nach Nordkorea. Auch russische und chinesische Kriegsschiffe sind inzwischen auf dem Weg nach Nordkorea.

Moskau mobilisiert jetzt auch Landstreitkräfte  an die Pazifikküste bei Wladiwostok. Afghanistan: USA werfen die größte Bombe aller Zeiten auf IS Lager ab. Syrien: Dort stehen die USA und Russland kurz vor einer militärischen Auseinandersetzung. Wie im Konflikt um Kuba 1962.

Zur Erinnerung:

Der Konflikt um die Stationierung sowjetischer Raketen auf Kuba führte im Herbst 1962 an den Rand einer nuklearen Katastrophe. Dass die Situation nicht eskalierte, ist vor allem einem zu verdanken: Nikita Chruschtschow, dem damaligen Chef der Regierung der Sowjetunion.

Im Westteil Kubas waren sowjetische Raketenträger und Abschussrampen stationiert worden. Sowjets stationierten heimlich atomar bestückte Raketen auf der Insel ihres Verbündeten Fidel Castro – unmittelbar vor Amerikas Küste.  Die USA reagierten mit einer beispiellosen Mobilmachung. Um den sowjetischen Parteichef Nikita Chruschtschow zum Rückzug aus „Amerikas Hinterhof“ zu zwingen, verkündete Präsident John F. Kennedy am 22. Oktober eine Seeblockade Kubas. Am 24. Oktober trat sie in Kraft; am selben Tag versetzte Kennedy die strategischen Luftstreitkräfte der USA in den höchsten Alarmzustand unterhalb der Schwelle eines Nuklearkriegs: DefCon2 (Defense Condition 2).

Zum ersten und bis heute einzigen Mal galt DefCon 2 für alle 183 amerikanischen Interkontinentalraketen und 1479 Langstreckenbomber. Spätestens 60 Minuten nach einem Befehl aus dem Weißen Haus konnten sie eingesetzt werden. Sofort angriffsbereit waren auch rund 70 B-52-Bomber, die Tag für Tag und Nacht für Nacht die Grenzen des sowjetischen Luftraums abflogen.

Eine Woche lang hielt die Welt den Atem an – bis am 28. Oktober über Radio Moskau die erlösende Nachricht verlesen wurde: Sollten die USA einen Gewalt- und Invasionsverzicht gegenüber Kuba erklären, werde Moskau seine Offensivwaffen demontieren.  John F. Kennedy nahm das Angebot an.

Nuklearer Weltkrieg so wahrscheinlich wie zuletzt 1962

Seit US-Präsident Trump am Abend des 6. April 2017 Syrien mit Raketen bombardiert hat, ist nichts mehr so, wie es vorher war. Die Welt scheint aus den Angeln gehoben zu werden, jeden Tag erhalten wir neue, sehr beunruhigende Hiobsbotschaften von Trump, Putin und Xi Jinping  – den Machthabern der drei großen Atommächte USA, Russland und China. Nicht nur in Deutschland, in der ganzen Welt geht die Angst vor einem Weltkrieg um. Die Bedrohung scheint sehr ernst und durchaus wahrscheinlich zu sein.

Politiker, Nahostexperten, ehemalige Geheimdienstfunktionäre aus West und Ost, UN-Vertreter und ein ehemaliger britischer Botschafter warnen expliziert vor einer Eskalation der Situation:

 Euronews zur nuklearen Bedrohung mit Nordkorea:

https://www.youtube.com/watch?v=Mu4KYMjwEiY

Politikberater und Nahostexperte Michael Lüders sagt, Giftgasangriff war eine False Flag Attacke:

https://www.youtube.com/watch?v=_vc8L8AjTJc

Ehemalige US-Geheimdienstmitglieder schreiben offenen Brief an Trump:

https://deutsch.rt.com/international/49078-ehemalige-offiziere-us-geheimdienste-trump/

UN-Vertreter Boliviens erinnert an den Irak Krieg:

https://de.sputniknews.com/politik/20170408315250113-bolivien-usa-sicherheitsrat-raketenschlag-syrien-irak/

Peter Ford, Britischer Ex-Botschafter in Syrien zum Giftgasangriff:

https://www.youtube.com/watch?v=fk7XuO4TYtQ

Akute nukleare Kriegsbedrohung in Nordkorea

Seit einigen Tagen droht nun auch noch eine nukleare Eskalation mit Nordkorea. Trump entsandte vor einigen Tagen einen ganzen Marine-Kampfverband nach Nordkorea und drohte China: „Wenn ihr mir nicht helft, Diktator Kim Jong-un von seiner nuklearen Aufrüstung abzubringen, könnte ich auch einen Präventivschlag gegen Nordkorea starten. In Bezug auf Nordkorea sind wir sehr klar, dass unser Ziel eine denuklearisierte koreanische Halbinsel ist.“ Der Nordkoreanische Diktator provoziert seit Jahren mit nuklearen Tests und verkündet regelmäßig, er könne mit seinen Atomraketen auch die USA erreichen.

China ermahnte indes die USA, keinen Alleingang im Konflikt mit Nordkorea zu unternehmen. Eine nukleare Auseinandersetzung mit Nordkorea würde auch China atomar verseuchen – die Folgen für Volk und Land wären katastrophal und nicht auszudenken.

Warum wird die Hauptstadt Nordkoreas geräumt? – Die offene Kriegsdrohung

Kim Jong-un hatte gestern vorsorglich begonnen, die Hauptstadt Pjöngjang evakuieren lassen. 600.000 Bewohner hätten bereits die Stadt verlassen – rund 25% der Einwohner.

Die Spannungen nahmen am Karfreitag weiter zu: Pjöngjang drohte im Falle weiterer Provokationen aus Washington offen mit Krieg. Pjöngjang werde im Falle eines US-Präventivschlags nicht die Arme verschränken. Das Land werde den nächsten Test von Atomwaffen durchführen, wenn das oberste Hauptquartier es passend finde.

Indes haben auch China und Russland Kriegsschiffe nach Nordkorea entsandt. Was haben die drei Atommächte vor? Geht es nur um Nordkorea oder stehen wir vor einem Weltkrieg zwischen den drei Großmächten?

Tausende gingen an Ostern für den Frieden auf die Straße

 Auch dieses Jahr fanden wieder die Ostermärsche für den Frieden statt. Dieses Jahr nahmen jedoch so viele Menschen teil, wie schon seit Jahrzehnten nicht mehr. Tausende beteiligten sich in vielen deutschen Städten wie Hamburg, Frankfurt, Stuttgart oder Berlin. Auch auf dem amerikanischen Luftwaffenstützpunkt Büchel in Rheinland-Pfalz demonstrierten Menschen für Frieden. Thema waren Befürchtungen angesichts der Bedrohungen des Weltfriedens durch die Amtsübernahme des neuen US-Präsidenten Donald Trump – namentlich in Syrien und, viel bedrohlicher, in Nordkorea.

Mit Sorge betrachtet die Friedensbewegung ebenfalls die Zuspitzung der militärischen Krise an der Grenze zwischen den baltischen Staaten, die der NATO angehören, und Russland, sowie den anhaltenden militärischen und politischen Konflikt in und um die Ukraine. Hier fordert die Friedensbewegung von der Bundesregierung Schritte zur Deeskalation statt weitere Truppenstationierungen in Polen und den baltischen Staaten.

Diese Deeskalation wird unabdingbar sein, wenn ein großer, raumgreifender Krieg in Europa verhindert werden soll, der ob atomar oder konventionell geführt, im Untergang der europäischen Zivilisation enden würde.

Friedenswege in Europa

Die Menschen nutzen aber nicht nur die Ostermärsche, um Zeichen für den Frieden zu setzen. Es gibt immer mehr Initiativen für den Frieden. Am Bodensee begaben sich auf dem „Internationalen Bodensee-Friedensweg“ knapp 1000 Menschen auf den Weg für den Frieden.

 Ein weiteres Zeichen können Sie im Mai 2017 auf dem europaweit stattfindenden Friedensweg setzen. Der Friedensweg ist eine moderne Community und Pilgerbewegung für den Frieden. Der Friedensweg findet überall in Europa in der Zeit vom 9. – 28. Mai 2017 statt. Der Friedensweg basiert auf Eigeninitiative, Selbstverantwortung und Vernetzung. Er soll Mut machen, mit neuen Ideen gemeinsam eine lebenswerte Zukunft zu gestalten: „Wir sind an einem Punkt angekommen, wo es nicht so weitergeht ohne Frieden. Der Zeitpunkt, dafür ein Zeichen zu setzen ist jetzt.

http://www.friedensweg.org/

Sie haben wieder im Mai die große Chance, durch Friedensaktionen und Demonstrationen ein massives Zeichen in der Welt für den Frieden zu setzen. Nehmen Sie am Friedensweg teil. Gründen Sie eigene Friedensbewegungen. Sorgen Sie dafür, dass die Medien es mitbekommen und publizieren. Je mehr Menschen teilnehmen, desto größer ist die mediale Aufmerksamkeit – der einzige Weg, den wir haben, um gegen die wahnsinnige Kriegstreiberei der Politiker anzugehen.

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