Da wird wieder der Bock zum Gärtner gemacht: Führungskräfte aus allen Gesellschaftsschichten wollen eine gemeinsame Zukunft entwickeln, um den Zustand der Welt zu verbessern. Waren sie es nicht, die den Zustand der Welt herbeigeführt haben? Zum Beispiel Bill Gates. Jetzt versucht er zusammen mit Monsanto,  Genmanipuliertes als „BIO“ auf den Bio-Markt zu bringen! . Wenn man sich die Bill Gates Stiftung und die Hungerallianz mit Monsanto, dazu die Impfallianz mit der Big Pharma und als Hauptsponsor der WHO anschaut, hat er nicht wirklich ein Interesse, die Welt zum Besseren zu verändern. Genauso wenig wie sein Freund Warren Buffet, der liebt Apple und sogar Monsanto. Erst kürzlich hat Warren Buffett verraten, dass er mit seiner Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway seit dem Wahlsieg von Donald Trump Aktien im Volumen von zwölf Milliarden Dollar gekauft hat.

  • Mit rund acht Millionen Aktien ist Berkshire Hathaway außerdem beim US-Saatgutkonzern Monsanto eingestiegen. Das Unternehmen wurde inzwischen durch Bayer übernommen. Ein US-Analyst wertet den Einstieg Buffetts als Hinweis darauf, dass der Deal erfolgreich abgeschlossen werden würde.

Das reichste Prozent der Menschen strich 82 Prozent des im vergangenen Jahr erwirtschafteten Vermögenswachstums ein, während die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung leer ausging. Ein Oxfam-Bericht fordert die Politik zum Handeln auf: Menschen sind wichtiger als Profite – das Gebot der Stunde!

Die neuesten Erhebungen zur weltweiten Vermögensverteilung hat Oxfam zum Auftakt des Weltwirtschaftsforums in Davos vorgestellt. Der Bericht „Reward Work, not Wealth“ verdeutlicht, wie sich die Lücke zwischen Arm und Reich weiter vergrößert und wie Konzerne und Superreiche ihre Gewinne erhöhen, indem sie Löhne drücken und Steuern vermeiden – auf Kosten von Arbeiter/innen und Angestellten sowie des Allgemeinwohls.

82 Prozent des globalen Vermögenswachstums gingen im letzten Jahr an das reichste Prozent der Weltbevölkerung, während das Vermögen der ärmeren Hälfte der Weltbevölkerung stagnierte. Das reichste Prozent besitzt damit weiterhin mehr Vermögen als der gesamte Rest der Weltbevölkerung.

Die Anzahl der Milliardär/innen wuchs zwischen 2016 und 2017 so stark wie nie zuvor; Ihr Vermögen stieg dabei zusammengenommen um 762 Milliarden US-Dollar. Diese Summe ist das Siebenfache dessen, was erforderlich wäre, um alle Menschen aus extremer Armut zu befreien.


Oxfam Infografik

Laut dem Bericht wuchsen die Vermögen der Milliardär/innen im letzten Jahrzehnt durchschnittlich jährlich um 13 Prozent, die Löhne von Arbeiter/innen und Angestellten dagegen nur um 2 Prozent. Zudem gehen Lohnzuwächse hauptsächlich an die Spitze der Einkommensskala. Zwischen 1980 und 2016 erhielt das oberste Prozent der Spitzenverdiener/innen 27 Prozent des globalen Einkommenswachstums. Und: Die Mehrheit der am besten bezahlten Angestellten sind Männer.

Das reichste Prozent der Bevölkerung drückt sich zudem durch Steuertricks um Steuerzahlungen von etwa 200 Milliarden US-Dollar pro Jahr. Indem sich Konzerne und Superreiche ihrer gesellschaftlichen Verantwortung entziehen, verursachen sie immense Kosten. Entwicklungsländern entgehen durch die Steuervermeidung mindestens 170 Milliarden US-Dollar an Steuereinnahmen pro Jahr.

Auch hierzulande sind wir von den gravierenden Folgen sozialer Ungleichheit betroffen: Unser Bildungssystem macht es Kindern aus einkommensschwachen Familien schwer, denselben Bildungsstand zu erreichen wie Kinder aus besser verdienenden Haushalten und schränkt die soziale Mobilität ein. Menschen in strukturschwachen Regionen sterben sogar im Schnitt sieben Jahre früher als Menschen in wohlhabenden Gegenden.

Schlechte Bildung und fehlende Gesundheitsversorgung führen dazu, dass Millionen von Menschen in einem Kreislauf aus Armut und sozialer Ungleichheit gefangen sind, der sich über Generationen fortsetzt. Sie haben oft keine Chance auf eine gut bezahlte Arbeit und ein selbstbestimmtes Leben in Würde. Zudem verarmen jedes Jahr 100 Millionen Menschen, weil sie für Gesundheitsversorgung bezahlen müssen.

Diese extreme Ungleichheit hält Menschen in Armut gefangen, zerstört den gesellschaftlichen Zusammenhalt, ist ökonomisch kontraproduktiv und in der Konsequenz für uns alle katastrophal. Diese Ungleichheit gefährdet zudem Demokratie und Gesellschaft: Sie heizt politische Krisen an, in denen es einerseits Vermögenden und großen Konzernen gelingt, die Politik in ihrem Sinne zu beeinflussen und andererseits Menschen das Interesse an Wahlen und Politik verlieren oder sie in rechtspopulistische antidemokratische Bewegungen treiben, weil sie ihre Belange nicht repräsentiert sehen.

All dies sind Folgen politischer Entscheidungen, die geändert werden können und müssen. Um die weltweit rasant zunehmende Ungleichheit zu überwinden, richtet Oxfam drei zentrale Forderungen an Politik und Weltwirtschaft:

Gerechte Steuern, Steuervermeidung Superreicher stoppen

Gewinne müssen dort versteuert werden, wo sie tatsächlich erwirtschaftet werden – wozu transparente, öffentliche, länderbezogene Berichterstattung nötig ist. Eine umfassende Finanztransaktionssteuer und international verbindliche Mindeststeuersätze müssen vereinbart werden. (Im Detail hier: https://www.oxfam.de/system/files/ox_websheet_davos2018_steuervermeidung.pdf

Faire Einkommen für Frauen und Männer

Die Empfehlungen dazu umfassen u. a. die Anhebung der gesetzlichen Mindestlöhne und die verpflichtende Umsetzung der UN-Leitprinzipien zu Wirtschaft, Arbeits- und Menschenrechten. (Im Detail hier: https://www.oxfam.de/system/files/ox_websheet_davos2018_einkommen.pdf )

Investitionen in Bildung und Gesundheit für alle

Dies u.a. mit einer Erhöhung der Bildungsfinanzierung auf 20 Prozent der gesamten Entwicklungszusammenarbeit und Investitionen von mindestens 0,1 Prozent des Bruttonationaleinkommens in globale Gesundheit. (Im Detail hier: https://www.oxfam.de/system/files/ox_websheet_davos2018_bildung.pdf)

Der komplette Oxfam-Bericht in deutsch – „Der Preis der Profite“ (PDF)

Die zehn größten Unternehmen der Welt erzielen zusammen einen Umsatz, der größer ist als die der 180 ärmsten Länder der Welt zusammen. Tendenz steigend.

Wie eng die mächtigsten Konzerne der Welt miteinander verbunden sind, sehen Sie am Schaubild. Immer wieder wird behauptet, dass die „mächtigsten“ Menschen der Welt auf geheimen Treffen über die Welt verhandeln. Oder wiezur Zeit auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos. Sogar DonaldTrump nimmt teil. Doch dieses Treffen dient eher dazu, dass man sich ins Gespräch bringt oder Gastgeschenke verteilt. Da veranstalten dann Konzerne für Menschen aus dem Showbiz oder der Politik Partys u. s. w. Doch die „mächtigsten“ Menschen dieser Welt brauchen diese Veranstaltungen gar nicht. Sie sehen sich regelmäßig, zum Beispiel bei der Wall Street. Nehmen wir Kenneth Chenault, CEO von American Express. Er sitzt auch bei IBM oder Procter & Gamble. Verbindungen gibt es auch u.a. zu JP Morgan, Walmart und Merck. Oder Ronald Allen „Ron“ Williams, er ist bei American Express, Boeing und Johnson und Johnson. Im Januar 2010 war er Co-Präsident des Jahrestreffens des Weltwirtschaftsforums in Davos, Schweiz!

Die Macht der Konzerne ist weitreichend.

Wenn Unternehmen Marktmacht haben, werden sie politischen Einfluss suchen und erlangen und umgekehrt. Der enorme Reichtum und die Macht von Konzernen stehen im Zentrum vieler Probleme der Welt – wie Ungleichheit, Menschenrechtsverletzung und Umweltzerstörung.

Wie Konzerne Europas Kassen plündern!

Die EU-Kommission will einem Medienbericht zufolge Anwälte, Banker und Wirtschaftsprüfer dazu verpflichten, sich am Kampf gegen Steuerflucht umfassend zu beteiligen. Doch schon im Fall „Luxemburg Leaks“ ist nicht ein einziger Politiker, Finanzbeamter oder führender Manager der beteiligten Firmen und Unternehmensberater zurückgetreten, geschweige denn juristisch belangt worden. Jean-Claude Juncker, der die Steueroase Luxemburg erst mit ermöglichte, wurde trotz allem Kommissionspräsident der EU.

Banken können sich in solchen Fällen freikaufen. Bereits im August 2015 wurde bekannt, dass die Skandalbank HSH mehr als 22 Millionen Euro Bußgeld zahlte, weil sie Kunden bei der Steuerhinterziehung geholfen hatte. Insider berichten, dass die Bank mit der Höhe der Buße gar nicht so unglücklich sei, intern habe man mit „deutlich mehr“ gerechnet. Milde Strafen auch für Luxemburg. Diese sollen die fehlenden Steuern von den Konzernen einfordern, doch die haben schon längst andere Tricks, wie sich Steuernzahlen verhindern lässt. Die Skandalbank HSH Nordbank hat 100 Tochterunternehmen in Steueroasen und wird durch Steuerzahler gerettet, Kosten ca. 20 Milliarden Euro

Bei den vielen Skandalen um die Offshore-Steuerparadiese wird nie erwähnt, dass dank hervorragender rechtlicher und steuerlicher Rahmenbedingungen sich das Großherzogtum Luxemburg in den letzten Jahren zum wichtigsten Fondsplatz Europas entwickelt hat. Davon profitieren Fondsgesellschaften aus der ganzen Welt. Der Finanzplatz Luxemburg ist heute Europas führendes Zentrum für Investmentfonds und steht weltweit auf Platz 2 nach den USA. Ein Drittel des weltweiten Fondsvermögens, rund zwei Billionen Euro, wurde 2013 in Luxemburg verwaltet. Zum 30. September 2015 waren in Luxemburg 143 Banken aus 27 verschiedenen Ländern registriert. Hiervon kommen insgesamt 26 aus Deutschland; Damit sind die deutschen Banken auf dem Luxemburger Bankenmarkt mit Abstand am zahlreichsten vertreten. Lesen Sie hier: Wie Konzerne Europas Kassen plündern!

Kennen Sie das Treffen auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos? Thema 2018: Eine gemeinsame Zukunft in einer zerstörten Welt schaffen!

Wenn Sie sich die ca. 2500 Teilnehmer anschauen, die jahraus und jahrein teilnehmen, stellen Sie fest: Der Bock wird wieder zum Gärtner gemacht.

Das 48. Jahrestreffen des World Economic Forum zielt darauf ab: Führungskräfte aus allen Gesellschaftsschichten dazu zu bewegen, eine gemeinsame Zukunft zu entwickeln, um den Zustand der Welt zu verbessern.

In den letzten Jahren eher unbemerkt von den Medien, diesmal in den Schlagzeilen, hat man Donald Trump zu verdanken, denn auch Trump kommt. Die Teilnahme von Donald Trump am WEF mobilisiert sogar die Protestler, die in den letzten Jahren eher ruhig waren. Neben den geplanten Demonstrationen in Bern und Zürich wird es weitere Protestveranstaltungen geben.

Der WEF ist einer der einflussreichsten und internationalsten Kongresse der Welt, was sich an der Zusammensetzung der Teilnehmer ablesen lässt. Wenn Mette Marit Veronica Ferres aussticht, ein russischer Top-Banker zu wilder Ska-Musik tanzt und die Weltelite ein italienisches Technokraten-Duo feiert – dann ist man in Davos. Das Weltwirtschaftsforum bringt Geschäft, Politik und Party zusammen. WEF-Gründer Klaus Schwab ist nicht nur Gründer, sondern Mitglied von Aufsichtsräten und Verwaltungsräten mehrerer internationaler Unternehmen. Ob die oben genannten Personen teilnehmen, ist nicht bekannt, aber so hat es sich wirklich schon zugetragen.

Das Forum wird von seinen rund 1000 Mitgliedsunternehmen finanziert. Nur einige der Partner von WEF

Allianz SE, Bank of America Corporation, Barclays, Bill & Melinda Gates Foundation, BlackRock Inc.Deutsche Bank AG, Facebook Inc.Google Inc., McKinsey & Company, Nestlé SA, Novartis AG, PepsiCo Inc., Saudi Basic Industries Corporation (SABIC), The Rockefeller Foundation, The Coca-Cola Company, The Dow Chemical Company, The Goldman Sachs Group Inc.Unilever, Volkswagen AG und viele weitere Konzerne, die zu den größten dieser Welt gehören. Siehe auch: Davos 2015 – Es ist rentabler, die Welt zur Hölle gehen zu lassen – It is profitable to let the world go to hell

Polizei und Armee schaffen Hand in Hand Sicherheit am WEF. Oberst Walter Schlegel, Kdt Kapo GR und KKdt Aldo C. Schellenberg, C Kdo Op. Alle Infos zur Armee am WEF jetzt in der iOf App.

Laut nzz.ch: Auch für die Sicherheitsbemühungen am Tagungsort, der ab 23. Januar im Zentrum steht, hat Trumps Besuch Folgen: US-Präsidenten reisen jeweils nicht nur mit eigenen Fahrzeugen, sondern auch mit einem Großaufgebot an Sicherheitsleuten an. In der Schweiz ist beim Schutz von völkerrechtlich geschützten Personen das Bundesamt für Polizei (Fedpol) federführend. Der Besuch des amerikanischen Präsidenten fließe zwar in die Sicherheitsbeurteilung ein, erklärte eine Sprecherin auf Anfrage der NZZ. Doch dieses Prozedere sowie die Kontakte zu den für die Sicherheit verantwortlichen Vertretern der entsprechenden Länder hätten sich inzwischen gut eingespielt. Welche Maßnahmen der Bundessicherheitsdienst ergreift und wie viele Personen zum Schutz von Trump und anderen völkerrechtlich geschützten Personen im Einsatz sind, wollte das Fedpol nicht beantworten.

Während man sich in Davos 2013 noch darüber unterhielt, wie man dem vermehrten Druck der Bevölkerung, die unter der Finanzkrise zu leiden hätte, Herr werden könne, machte Sberbank-Chef Herman Gref, die größte russische Bank, darauf aufmerksam: „Was privatisiert werden kann, muss privatisiert werden“. Er war zuvor ein reformorientierter Wirtschaftsminister gewesen. Das erinnerte uns doch stark an die Privatisierung des Wassers. Mittlerweile hat sich diese Privatisierungswelle durch alle Länder der Welt gefestigt. Siehe: Das Gespenst Wasserprivatisierung geht um! Privatisierung mit Unterstützung der Weltbank! – Indonesian Supreme Court Terminates Water Privatization

Ja, der „Wutbürger“ war schon 2013 ein Thema und schon längst wurden Tatsachen geschaffen, wurde aufgerüstet, um für eventuelle Proteste gewappnet zu sein. Siehe: DAVOS 2014: Die Umgestaltung der Welt: Konsequenzen für Gesellschaft, Politik und Wirtschaft – Geld gegen Leben

Auch vom 23. Januar bis zum 26. Januar 2017 wird Davos wieder im Ausnahmezustand sein: In Davos kommen dann rund 2500 Teilnehmer zusammen, darunter Hunderte Top-Manager und Spitzenpolitiker aus 140 Ländern. Schwerpunkt 2017  „Wir leben in einer schnelllebigen und vernetzten Welt, wo innovative Technologien, demografische Veränderungen und politische Umwälzungen weitreichende gesellschaftliche und wirtschaftliche Folgen haben.“  Siehe Webseite weforum.org Siehe: Unmenschlich: Im 21. Jahrhundert lässt die sogenannte Wertegemeinschaft Europa Menschen erfrieren, während sie für ihre Sicherheit Millionen Euro aufwendet

Gemachte Armut

Brot und Spiele – das Rezept funktionierte schon zu Zeiten der Römer. Heute verdienen Konzerne, die Computerspiele verkaufen, Milliarden Euro. Gerade die Weihnachtsgeschäfte machen das deutlich. Auch Prepaid-Guthaben für Mobilfunkleistungen boomen. Weihnachtsumsätze betragen rund 90 Milliarden Euro. Wer profitiert von diesen Umsätzen? Natürlich die Superreichen, die sich dann wieder super Autos kaufen können. Zum Beispiel einen Oldtimer für über 1 Million Euro, bei einer der vielen Versteigerungen in London.

Und schon wären wir wieder da, wo die Superreichen sich tummeln. Viele sprechen vom Finanzplatz Wallstreet, wo auch 2012 die Occupy-Wallstreet-Demos begannen. Doch auch London besitzt ein wichtiges Finanzzentrum und daran wird sich sicher auch durch den Brexit nichts ändern.

Während andere hungern und obdachlos werden, bereichern sich die sogenannten „Heuschrecken“ und die REICHEN. Der große Ausverkauf hat längst begonnen.

Der Krieg der Reichen gegen die Armen ist in vollem Gange

„Der Mensch ist nicht frei, wenn er einen leeren Geldbeutel hat.“ Lech Walesa

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