Viele sagen, sie essen diesen Fisch gar nicht, und doch gehört dieser Fisch zu den beliebtesten Speisefischen. Es stimmt, bei näherer Betrachtung vergeht manchem der Appetit. Mittlerweile gibt es diesen Fisch in mehreren Farb- und Geschmacksnuancen, so merkt man gar nicht, dass man doch zu diesem „beliebten“ Fisch greift.

Der Fisch kommt vor allem aus dem Mekong-Delta im Süden Vietnams oder aus der Aquakultur! Weltweit ist die Aquakultur der am schnellsten wachsende Sektor der Landwirtschaft. Der Fisch kommt gefroren oder gekühlt auf den Markt. Vietnam exportiert jährlich zwischen 150.000 und 200.000 Tonnen Filets von diesem Fisch, davon ein Drittel in die EU.

Damit der Fisch auch weiterhin billig bleibt, wird dieser auch mit Fäkalien gefüttert, egal ob von Mensch oder Tier – richtig ekelig! Und trotzdem nimmt die Nachfrage nach diesem Fisch zu und die Fischfarmen in Vietnam explodieren. 

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Der Fisch gilt  als „hochgiftig“, weil er im „stark verschmutzten Mekong-Fluss“ gezüchtet wird, oder aus Aquakultur mit reichlich Pestiziden und Chemikalien stammt.

  • Würden Sie einen Fisch essen, wenn Sie wüssten, dass dieser aus einer Zucht kommt, in der Fischkadaver und Unmengen an Futterresten an der Wasseroberfläche eines Teiches schwimmen?
  • Würden Sie einen Fisch essen, wenn Sie wüssten, dass dieser mit Phosphaten, Zitronensäure und Nitraten angereichert wurde, damit er mit Wasser „stabilisiert“ werden kann?

Der fortgesetzte Konsum von Pangasius ist gefährlichen Quecksilberwerten ausgesetzt, davor warnte 2018 eine Studie.

Der aus Vietnam stammende Pangasius ist auf Grund seiner geringen Kosten, seines milden Geschmacks und seiner filetartigen Präsentation ohne Haut und Gräten einer der beliebtesten Fische der Welt. Der Fisch wird sogar in Schulkantinen und Seniorenheimen angeboten. Eine toxikologische Bewertung durch ein Team spanischer Wissenschaftler zeigt jedoch, dass der Quecksilbergehalt in Proben alle Grenzwerte überschreitet.

Einen Fisch, der für eine hohe Quecksilberkonzentration bekannt ist, wollen Sie doch sicher auch nicht essen. Ob tiefgefroren im Supermarkt oder im Restaurant, der Pangasius erfreut sich immer noch großer Beliebtheit, auch wenn nach der Dokumentation Die Pangasius-Lüge im Jahr 2011 die Verbraucher erstmals vor dieser Mahlzeit zurückschreckten.

Der Fisch stammt aus dem Mekong-Fluss in Vietnam, einem der längsten Nebenflüsse der Welt, und auf Grund des Vorhandenseins von Pestiziden und anderen chemischen Verbindungen, die in Reiskulturen verwendet werden, oder auf Grund menschlicher Aktivitäten wie Abholzung, einer der am stärksten „vergifteten“ Fische der Welt.

Der Fisch selbst ist ein Allesfresser und ein Raubtier. Mehre Berichte, darunter auch von der Weltgesundheitsorganisation, bezeichnen ihn als stark kontaminiert. Pangasius Hypophthalmus neigt dazu, höhere Konzentrationen von Metallen wie Quecksilber anzureichern.

Um das toxische Risiko auf Grund von Quecksilber zu untersuchen, das durch den Verzehr von Pangasius entstehen könnte, hat ein Forscherteam der Kanarischen Inseln (Spanien) insgesamt 80 Proben von gefrorenen Filets analysiert, die in drei großen Gebieten beheimatet waren und den Verbrauchern in natürlicher oder marinierter Form  angeboten werden.

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Quecksilbergrenzen überschritten

Die Ergebnisse der Studie, die im Chemosphere Journal veröffentlicht wurden, zeigen, dass einige Exemplare, insbesondere in marinierter Form, die in den europäischen Rechtsvorschriften festgelegten zulässigen Höchstkonzentrationen von 0,5 mg / kg  überschreiten.

„Es ist notwendig, den Quecksilbergehalt in dieser Fischart umfassend zu kontrollieren „, sagt der Forscher. Laut den Forschern war die durchschnittliche Quecksilberkonzentration (0,18 mg / kg) im Vergleich zu den Supermärkten höher als im natürlichen Pangasius (0,16 mg / kg).

Die Forscher folgern daraus, dass bei Überschreiten der maximal zulässigen Konzentration und nach fortgesetzter Einnahme ein Gesundheitsrisiko auf Grund der Anhäufung von Quecksilber bei Erwachsenen und vor allem bei Kindern bestehen kann.

Ob tiefgefroren im Supermarkt oder im Restaurant, dieser Fisch erfreut sich immer noch großer Beliebtheit. In Vietnam wird sogar eine neue Farm für 200.000 Tonnen Pangasius gebaut.  Auf einer Fläche von 600 Hektar entstehen zwei Zonen.

Weltweit investieren Unternehmen und ganze Nationen in den Ausbau der Fisch- und Meerestierzüchtung, denn der steigende Konsum verheißt gute Geschäfte.

Weil die Gewässer fast leergeplündert sind, stillen Fischfarmen und Aquakulturen den zunehmenden Hunger auf Fisch. Lachse und Doraden, Karpfen, Pangasius, Muscheln oder Garnelen aus der Wassertierhaltung füllen längst die Kühlregale von Supermärkten und Gaststätten. Die freie Wildbahn haben sie nie erlebt. Sie werden gemästet wie Schweine. Damit das Lachsfleisch schön rosa gefärbt ist, werden dem Futter Farbstoffe zugesetzt, so auch beim Pangasius.

Kritischer ist jedoch der künstliche Konservierungsstoff Ethoxyquin.

Dieser macht das Futter länger haltbar, er steht aber im Verdacht, das Erbgut zu schädigen und sogar Krebs zu erregen. Besonders bizarr ist, dass dieser Stoff aus dem Hause Monsanto als Pestizid verboten ist, als Zusatzstoff in Futtermitteln jedoch eingesetzt werden darf. Mindestens genauso skurril: Es gibt EU-Rückstandshöchstmengen für Äpfel und sogar für Krokodilfleisch – nur für Fisch nicht. 

In den Käfigen drängen sich über 100 Fische in einem Kubikmeter Mekong-Wasser. Zur Vermeidung von Krankheiten setzen die Züchter Antibiotika und andere Chemikalien ein.

Vermehrt gibt es auch Protest wegen Pangasius aus den USA. Die südostasiatische Nation muss ihre Produktions- und Qualitätskontrollprozesse überholen. Nachdem eine Dokumentation über den Pangasius in Spanien Anfang 2017 ausgestrahlt wurde, brach der Umsatz von Pangasius ein. In April 2017 gab der zuständige Minister in Vietnam bekannt, dass allein durch diese Dokumentation in Spanien der Umsatz um 75 Prozent sank.

Die Fischfütterung und ihre versteckten „Nebenwirkungen”

Vorsicht! Importierte Garnelen, die mit Antibiotika, Abfällen und anderen Chemikalien kontaminiert sind, landen auf Ihrem Teller – The imported Farmed Shrimp may contain banned antibiotics, salmonella, and even rat hair!

Wegen der Überfischung der Meere wird inzwischen ein Teil des tierischen Proteins im Fischfutter durch pflanzliche Proteine aus Soja, Kartoffeln, Raps oder Erbsen ersetzt.

Aber auch hier kommt das gleiche Problem wie schon in der Massentierhaltung von Geflügel, Schweinen oder Rindern zum Tragen. Vergleichbar mit der Intensivtierhaltung an Land stehen in der Aquakultur der hohe Flächenbedarf sowie der Einsatz von Agrarchemikalien für die Futtermittelproduktion in der Kritik. Vor allem für den Anbau von Soja sowie den Ausbau der Infrastruktur in den Produktionsländern, werden riesige Flächen an Regenwald abgeholzt.

Genau wie es zu Lande Kuh, Schwein und Huhn ergeht, so wird auch der Fisch in den Aquakulturen auf engstem Raum gehalten, mit artfremdem Kraftfutter gemästet und mit Antibiotika versorgt, damit er noch einigermaßen lebend die Schlachtreife erreicht.

Guten Appetit!

von  Doro Schreier

Quelle