Belastung durch Pestizide wird mit Unfruchtbarkeit, Geburtsschäden und sogar mit Krebs in Verbindung gebracht

 

Helfen Sie dabei, die zu informieren, die Ihnen nahe stehen – Leider sind sich viele Menschen nicht der Menge an Pestiziden bewusst, der sie täglich durch ihre Ernährung ausgesetzt sind. Unglücklicherweise wurde DDT einfach durch andere ebenfalls unsichere und ungetestete Chemikalien ersetzt.

In der heutigen globalisierten Welt ist es nicht undenkbar, dass man viele Nahrungsmittel aus fernen Länder zu sich nimmt. Dass wir diese Produkte genießen können, ist zu einem großen Teil dem erweiterten Pestizideinsatz in den Entwicklungsländern zu verdanken. Um die Qualität und Quantität von Obst, Gemüse und Getreide zu erhalten, werden jährlich rund 3,5 Milliarden Kilogramm Pestizide eingesetzt – ein Sammelbegriff für Herbizide, Insektizide und Fungizide, die von der Aussaat  bis zur Ernte eingesetzt werden. Herbizide wie Monsantos Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat machen den Großteil der weltweit eingesetzten Pestizide aus.

Pestizide werden weltweit massiv in der Landwirtschaft eingesetzt, allein in Deutschland sind es über 46 000 Tonnen pro Jahr. 2017 forderte der Sonderberichterstatter über das Recht auf Nahrung der Vereinten Nationen in einem Bericht  eine Zeitenwende in der Landwirtschaft und beim Pestizideinsatz.

Der Grund: Pestizide hätten katastrophale Auswirkungen auf die Umwelt, die menschliche Gesundheit und nicht zuletzt auf die Gesellschaft als Ganzes.

Für die Dirty-Dozen-Liste hat die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) Produkte mit der höchsten Belastung mit Pestizidrückständen ausgewählt. In 2017 umfasst die Liste Erdbeeren, Spinat, Nektarinen, Äpfel, Pfirsiche, Sellerie, Birnen, Kirschen, Tomaten, Paprika, Kartoffeln und TRAUBEN!

  • Ein Bericht der internationalen Vereinigung für Gynäkologie und Geburtshilfe (FIGO), die diese Berufsgruppe in 125 Ländern vertritt, warnt, dass chemische Belastungen z. B. durch Pestizide eine massive Bedrohung für die Gesundheit und die Fortpflanzung der Menschen darstellen.
  • Eine andere Studie fand heraus, dass Roundup die Entwicklung des weiblichen Uterus bei Ratten negativ beeinflusst und das Risiko sowohl für Unfruchtbarkeit als auch Gebärmutterkrebs erhöht.
  • Aufgepasst: Grenzwerte für Glyphosat im Essen wurden angehoben. Obwohl einige der Studien, die die ernstzunehmende Gesundheitsgefährdung durch Glyphosat beweisen, schon viele Jahre alt sind, hob die EPA (die amerikanische Behörde für Umweltschutz) mitten in der Diskussion um die Sicherheit von Glyphosat im Jahr 2013 die Grenzwerte für Glyphosat sowohl in der Nahrung als auch in Futterpflanzen für Tiere einfach an.

Die amerikanische Biologin Rachel Carson schrieb 1962 das bahnbrechende Buch „Stiller Frühling“ (Silent Spring), in dem sie vor der verheerenden Wirkung von DDT (Dichloro-Diphenyl-Trichloroethan) auf die Umwelt und der naheliegenden Schädigung der menschlichen Gesundheit warnte.

Nachdem die Insektizide Gamma-hexachlorcyclohexan (Lindan) und Dichlordiphenyltrichlorethan (DDT) und der Unkrautvernichter 2,4-Dichlorphenooxyessigsäure (2,4-D), alles in der Landwirtschaft schon seit vor dem 2. Weltkrieg breitflächig eingesetzte Chemikalien, genau erforscht und die Untersuchungen ausgewertet waren, hat die Sonderkommission für Krebsforschung der WHO alle 3 Chemikalien als krebserregend festgestellt.

Nicht nur, dass der Report alle 3 Herbizide als tödlich befand, nein, sie können auch der Welt genau mitteilen, welcher Krebs direkt zusammenhängt mit:

  • Lindan:   Non-Hodgkin Lymphom (NHL)
  • DDT:       Leber-, Brust- und Hodenkrebs, auch wird das Immunsystem geschwächt
  • 2,4-D:     Auch wenn die Warnungen für dieses Herbizid weniger alarmierend sind, stufen die Forscher 2,4-D dennoch als vermutlich krebserregend ein. Sie berichteten außerdem, dass es oxidativen Stress verursacht und ebenfalls die Immunabwehr schwächt, beides bekannte Auslöser für die Entwicklung von Krebszellen.

Wie man in einer pestizidverseuchten Welt überlebt

Wir haben diesen Beitrag von Dr. Mercola für Sie übersetzt. 

Langjährige Belastung durch Pestizide wird mit Unfruchtbarkeit, Geburtsschäden, 1,2 Schäden durch hormonwirksame Chemikalien (=endokrine Disruptoren), neurologischen Störungen und Krebs in Zusammenhang gebracht. Jeder gesunde Menschenverstand schließt logischerweise daraus, dass weniger Pestizide in unserer Ernährung eine bessere Gesundheit aller Lebewesen bedeuten. Tatsächlich ist ja eines der überzeugendsten Verkaufsargumente für den Verzehr organisch produzierter Nahrung, dass sie unsere Belastung durch Pestizide und andere schädliche Chemikalien, wie sie in der konventionellen Landwirtschaft angewendet werden, deutlich spürbar senkt und uns so zu lang anhaltender Gesundheit verhilft oder alle bestehenden  Gesundheitsprobleme mildert.

Da die Gesetze biodynamischer Landwirtschaft die Anwendung synthetischer Pestizide und Herbizide verbietet, sind organische Produkte normalerweise weniger belastet. Studien haben bestätigt, dass Konsumenten vorrangig organischer Lebensmittel weniger Gifte in ihrem Organismus haben.

Traurigerweise übt die chemische Industrie große Macht aus – so groß, dass unsere Regierung sich gegenüber dem Offensichtlichen blind und taub stellt, was bedeutet, dass zu viele giftige Chemikalien in zu großen Dosen in der Landwirtschaft erlaubt werden. So heißt es in der Empfehlung für den Film „Vom DDT zum Glyphosat“ („From DDT to Glyphosate)“:

„Genau wie im Fall von DDT und dem Tabak in den 1950er-Jahren stehen wir kurz vor einer verheerenden Schädigung der Gesundheit weltweit. Dieser Film erklärt warum und, was wir tun können.“

Hier eine Kurzfassung des Films von knapp 10 Minuten (leider nur in Englisch):

Helfen Sie dabei, die zu informieren, die Ihnen nahe stehen

„Vom DDT zum Glyphosat“ dauert nur eine halbe Stunde und stellt hervorragend die Gefahren von Pestiziden vor.

Leider sind sich viele Menschen nicht der Menge an Pestiziden bewusst, der sie täglich durch ihre Ernährung ausgesetzt sind. Darum bitte ich Sie, die Ihnen Nahestehenden durch die Verbreitung dieses Films in den sozialen Netzwerken zu informieren.

Der „Stille Frühling“ ist immer noch da

Die amerikanische Biologin Rachel Carson schrieb 1962 das bahnbrechende Buch „Stiller Frühling“ (Silent Spring), in dem sie vor der verheerenden Wirkung von DDT (Dichloro-Diphenyl-Trichloroethan) auf die Umwelt und der naheliegenden Schädigung der menschlichen Gesundheit warnte.

Zu Recht stellte sie die Logik und die Vernunft in Frage, solche Riesenmengen einer Chemikalie anzuwenden, ohne eine Ahnung von deren Auswirkungen auf die Umwelt und die menschliche Gesundheit zu haben.

Ihr Buch bewirkte eine Revolution im Denken, die die modernen Umweltbewegungen ins Leben rief und zu dem öffentlichen Aufschrei führte, der schließlich im Verbot von DDT für die Verwendung in der Landwirtschaft in den USA im Jahr 1972 gipfelte.

Unglücklicherweise wurde DDT einfach durch andere ebenfalls unsichere und ungetestete Chemikalien ersetzt. Heute sind wir weitaus größeren Mengen und noch dazu einer ganzen Palette von Pestiziden ausgesetzt, was die rasche und weite Verbreitung dieses Films umso wichtiger macht. Man muss sich das mal vor Augen führen: Dieselben Firmen, die Chemiewaffen während des zweiten Weltkriegs entwickelt hatten, wechselten einfach in die Landwirtschaft nach dem Krieg, was bedeutet, dass viele dieser früheren Kampfstoffe seitdem auf unsere Nahrung gesprüht werden.

Der Gedanke, dass diese Chemikalien gut für uns Menschen, unsere Umwelt und unsere Landwirtschaft sein sollen, ist Fiktion.

Genmanipulation befeuert die chemische Agrikultur

Der Film informiert darüber, dass 80 Prozent der genmanipulierten Erntepflanzen unempfindlich gegen Herbizide gemacht wurden, zumeist gegen glyphosathaltige Herbizide wie z. B. Monsantos Roundup.  Demzufolge nehmen wir weitaus größere Mengen an Pestiziden zu uns als je zuvor.

Doch wann und wo ist die Grenze der Belastbarkeit erreicht? Wir haben allen Grund zu vermuten, dass wir diese schon überschritten haben. Gesundheitsstatistiken zeigen auf, dass die durchschnittliche Belastung mit Giften für Kinder und Erwachsene gleichermaßen zu groß geworden ist. Gifte in unserem Essen sind ein vorrangiges Thema geworden.

Toxine in der modernen Nahrung tragen zum großen Teil zur Entstehung praktisch aller chronischer Erkrankungen bei und in manchen Fällen sind sie die Hauptursache, so Dr. Joseph E. Pizzorno, 3  Gründungspräsident der Bastyr-Universität (Kenmore, Washington State), der ersten zugelassenen und anerkannten multidisziplinären Universität für Naturmedizin und des ersten nationalen Zentrums für alternative Medizinforschung (National Institutes of Health-funded center for alternative medicine research).

Ein aktueller Bericht 4,5  der internationalen Vereinigung für Gynäkologie und Geburtshilfe (FIGO) 6, die diese Berufsgruppe in 125 Ländern vertritt, warnt, dass chemische Belastungen z. B. durch Pestizide eine massive Bedrohung für die Gesundheit und die Fortpflanzung der Menschen darstellen.

Auch die Arbeitsgruppe der Endocrine Society  7,8 gibt  Pestizide in einer neuen wissenschaftlichen Erklärung zu hormonstörenden Chemikalien an.

Diese Arbeitsgruppe erklärt hormonstörende Chemikalien als so gefährlich dar, dass jeder zu ihrer Vermeidung Vorsorge treffen muss – besonders Menschen, die eine Familie gründen wollen, schwangere Frauen und junge Kinder.

Schon eine sehr geringe Belastung mit Pestiziden erhöht ihr zufolge das Risiko für bestimmte Erkrankungen wie Parkinson beträchtlich.

Michael Antoniou, Ph.D., ein britischer Genetiker, äußert im Film: „Der Cocktail von Pestiziden hat unsere Nahrung in ein schleichendes Gift verwandelt.“

Der Anstieg chronischer Erkrankungen geht mit der erhöhten Verwendung von Glyphosaten einher

Der Film zeigt auf, wie die Steigerung des weltweiten Glyphosatverbrauchs auch Unfruchtbarkeit, SchilddrüsenerkrankungenDiabetes, Leber- und Nierenerkrankungen, Schlaganfälle und viele andere chronische Krankheiten ansteigen lässt. Leider erkennt die US-Regierung diesen Zusammenhang nicht an. [Nach El Salvador verbietet Sri Lanka Monsanto’s Roundup – tödlich endende Nierenerkrankungen!]

In ihrem Buch „GMO – Mythen und Wahrheiten“ erklärt Claire Robinson, Chefredakteurin von GMWatch:  „Wir haben ein völlig unangemessenes System von Regeln und Vorschriften, das nicht alle möglichen Wirkungen einer jeden Chemikalie auf die Gesundheit und die Umwelt auswertet.“

Die chemische Industrie hat eine sehr starke Lobby und der Drehtüreffekt zwischen Industrie und Regelbehörden in den USA ermöglichten es der Industrie, weitestgehend ihre eigenen Regeln zu diktieren. Robinson merkt völlig richtig an, dass es in der Tat Chemiefirmen sind, die genmanipuliertes Saatgut produzieren.

Das ist wirklich ein sehr wichtiger Punkt. Sie sind nicht wirklich agrikulturelle Firmen. Sie sind Chemiefirmen, die einfach einen anderen Weg gefunden haben, um ihre Umsätze zu steigern. Zu glauben, dass sie dies aus Menschenfreundlichkeit tun, wäre naiv.

Studien beweisen, dass schon extrem geringe Dosen von Roundup Schäden verursachen

Antoniou führte Tests an Ratten durch, die zeigen, dass bereits extrem niedrige Dosen von Roundup in Trinkwasser über einen längeren Zeitraum zu Leber- und Nierenschäden führen. Diese Dosen sind tausendfach niedriger als die Menge, die von den Behörden als ungefährlich angegeben wird.

Eine andere neue Studie fand heraus, dass Roundup die Entwicklung des weiblichen Uterus bei Ratten negativ beeinflusst und das Risiko sowohl für Unfruchtbarkeit als auch Gebärmutterkrebs erhöht.

„Ärzte und Wissenschaftler stellten erhöhte Fälle von Fehlgeburten fest – mitunter als „Spontanabort‘ bezeichnet – bei Frauen, die in Gegenden Argentiniens leben, wo GM Roundup Ready Soja angebaut wird, die mit Glyphosat-Herbizid besprüht wird. Die neue Studie könnte dieses Phänomen bestätigen, wie „The Ecologist“ 9 berichtet.

Die Dosis des Herbizids, die die Entwicklung des Uterus in Ratten hemmt, betrug 2 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag, basierend auf der US-behördlichen Referenzdosis, die Regulierungsbeamte für so sicher erklären, dass wir sie jeden Tag ein Leben lang einnehmen dürfen.“

Angesichts dieser erdrückenden Beweise stellt sich Frage von selbst, warum nichts unternommen wird, um die Gesundheit der Menschen zu schützen. Es läuft allein darauf aus, dass ohne Roundup oder andere Pestizide die GMO-Saatgutindustrie zusammenbrechen würde und dass die Chemiefirmen dank ihrer Riesenressourcen und des Drehtüreffekts in die Regulierungsbehörden es geschafft haben, jeden zu betrügen und glauben zu machen, dass es kein Problem gebe.

Verbrauch von Pestiziden steigt weltweit

Weltweit werden jährlich geschätzte 7,7 Mrd. Pfund (etwa 3,5 Mrd. kg) an Pestiziden auf Ernten ausgebracht. Diese Zahl steigt stetig an, weil Entwicklungsländer mehr und mehr zu chemiebasierter Landwirtschaft übergehen, fehlgeleitet und schlecht informiert, nur um die Erträge zu steigern und die Produktionskosten zu senken. 10

Bangladesh und Thailand haben seit den frühen 1990er-Jahren den Gebrauch von Pestiziden vervierfacht laut der FAO (der Organisation für Nahrung und Landwirtschaft) der Vereinten Nationen. Die Steigerung in Ghana, Äthiopien und Burkina Faso liegt bei 100 Prozent und in Argentinien beträgt sie 815 Prozent. 11,12

Die USA führen immer noch im Bereich der Anwendung von Pestiziden, gefolgt von Brasilien, der führender Exporteur von Sojabohnen, Mais und Baumwolle ist. Mehr als ein Drittel der 1 Mrd. Liter an Pestiziden werden in Brasilien auf Sojabohnen versprüht. Baumwolle und Zitrusfrüchte bekommen jedoch den Hauptanteil ab.

Die Steigerung der Erträge durch Chemikalien führt jedoch auch zu einer Kostensteigerung. Jedes Prozent Ertragssteigerung ist verbunden mit einer 1,8-prozentigen Steigerung des Pestizidverbrauchs.

Die Logik sagt uns, dass dies ein nicht nachhaltiger Weg ist, wenn man die Auswirkungen der Pestizidanwendung auf Gesundheit und Umwelt in Betracht zieht, die u. a. die Zerstörung des Bodens und die Entwicklung nicht-geplanter Pflanzen (Entwicklung von Superunkräutern), Wasserverschmutzung und die Dezimierung wichtiger Bestäuber wie Bienen und Schmetterlinge beinhalten. [Die Natur schlägt zurück! Glyphosat: US-Farmer verlieren Kampf gegen Superunkräuter – Glyphosate: US Farmers Lose Superweeds Fight ]

Übliche Nebenwirkungen von Chemikalien in der Landwirtschaft

Je nachdem, welche besondere Chemikalie angewendet wird, entwickeln landwirtschaftlich angewendete Chemikalien typischerweise ihre eigenen Nebenwirkungen:

  • Insektizide rufen vorrangig neurologische Symptome wie Kopfschmerzen hervor
  • Fungizide tendieren dazu, Hautprobleme zu verursachen
  • Herbizide stehen mit Verdauungs- und Hautproblemen im Zusammenhang

Glyphosat, eines der weitverbreitetsten Herbizide weltweit, wurde erst im vergangen Jahr als „möglicherweise krebserregend“ (Klasse 2A) durch die Internationale Behörde für Krebsforschung (IARC) eingestuft, die eine Abteilung der WHO ist.

Während die IARC davor zurückschreckte, Glyphosat als stärker krebserregend einzustufen, gibt es reichlich Beweise dafür, dass es „definitiv“ krebserregend ist. 13 Anthony Samsel, Ph.D, ein forschender Wissenschaftler und Berater, der landwirtschaftliche Chemikalien in der Nahrungskette untersucht, macht sogar Enthüllungen geltend, die zeigen, dass Monsanto seit 1981 um die krebserregende Wirkung von Glyphosat gewusst haben soll.[Monsanto wusste schon vor 35 Jahren…Monsanto knew 35 years ago that its glyphosate-soaked ‘food’ causes cancer]

Glyphosat wird besonders heftig auf genmanipuliertem Mais, Soja und auf genmanipulierten Zuckerrüben ausgebracht, aber es wird auch verbreitet zur Trocknung konventionell (nicht-GMO, aber auch nicht-organisch) angebauten Weizens und zum Schutz anderer konventioneller Ernten vor Unkräutern angewendet. Es ist beunruhigend, dass Glyphosat und Roundup möglicherweise schlimmer als DDT sind, weil sie mit immer mehr Angriffen auf die Gesundheit in Zusammenhang gebracht werden, z. B.: 14,15

Ernährungsmängel, insbesondere Mineralien, weil Glyphosat bestimmte Nährstoffe lahmlegt und die Nährstoffzusammensetzung  der behandelten Ernte ändert Störung der Biosynthese aromatischer Aminosäuren (das sind essentielle Aminosäuren, die der Körper nicht selbst herstellt, sondern mit der Nahrung aufnehmen muss)
steigende Belastung durch Gifte(u. a. hohe Dosen von Glyphosat und Formaldehyd in der Nahrung selbst) Behinderung des Schwefelstoffwechsels, die zu Schwefelmangel führt
Systemische Vergiftung — ein Nebeneffekt extremer Störung mikrobieller Vorgänge im ganzen Körper; das betrifft insbesondere nützliche Mikroben, die das Wachstum von Krankheitserregern bekämpfen Störungen der Darmflora (Darmentzündungen, pathologische Durchlässigkeit der Darmschleimhaut und Nahrungsmittelallergien wie Glutenintoleranz)
Förderung gesundheitsschädigender Wirkungen durch Ablagerungen von Chemikalien und Umweltgiften: Glyphosat schaltet entgiftende Enzyme ab Entstehung von Ammoniak (wenn bestimmte Mikroben Glyphosat aufspalten), der zu Gehirnentzündung verbunden mit Autismus und Alzheimer führen kann
zunehmende Resistenz gegen Antibiotika erhöhtes Krebsrisiko.16,17,18,19Seit der Klassifizierung durch die IARC haben Landarbeiter begonnen, Monsanto wegen Belastungen durch Glyphosat zu verklagen, weil sie an Knochenkrebs und Leukämie erkrankten  20,21

Käufer, aufgepasst: Grenzwerte für Glyphosat im Essen wurden angehoben

Glyp

Obwohl einige der Studien, die die ernstzunehmende Gesundheitsgefährdung durch Glyphosat beweisen, schon viele Jahre alt sind,  hob die EPA (die amerikanische Behörde für Umweltschutz) mitten in der Diskussion um die Sicherheit von Glyphosat im Jahr 2013 die Grenzwerte für Glyphosat sowohl in der Nahrung als auch in Futterpflanzen für Tiere einfach an. 22,23

Erlaubte Grenzwerte in Ölsaaten wie Flachs, Soja und Raps wurden verdoppelt, von 20 ppm (parts per million) auf 40 ppm – gerade mal 10 ppm unter dem Wert, bei dem Roundup die Zellen absterben lassen kann, so ein Forschungsergebnis aus dem Jahr 2011. 24

Erlaubte Grenzwerte für Glyphosat in vielen anderen Lebensmitteln wurden um das 15- bis 25-Fache gegenüber vorigen Grenzwerten angehoben. Wurzel- und Knollengemüse, mit Ausnahme der Zuckerrübe, wurden am stärksten angehoben, d. h. die erlaubten Rückstände stiegen von 0,2 auf 6,0 ppm, der Grenzwert für Süßkartoffeln auf 3 ppm.

Man muss sich bewusst machen, dass die erlaubten Grenzwerte für Glyphosat signifikant angehoben wurden, denn WENN die US-Regierung Glyphosat-Tests für Lebensmittel durchführt, wie sie die EPA im April 2015 ankündigte, 25 dann sind Aussagen wie „Die Werte sind innerhalb der erlaubten Grenzen“ Makulatur.

Während einerseits die Gefahren von Glyphosat immer mehr erkannt werden, sehen andererseits viele nicht, dass die Roundup-Formel, die auf Ernten angewendet wird, noch giftiger ist als isoliertes Glyphosat. Forschungsergebnisse zeigen, dass die Tenside in dieser Formel durch Wechselwirkungen die Giftigkeit von Glyphosat steigern, obwohl diese Zutaten als „unwirksam“ und demzufolge harmlos angesehen werden.

Eine neue Folgestudie 26,27 von Gilles-Eric Seralini, Ph.D. – dessen erste Langzeit-Ernährungsstudie erhebliches Tumorwachstum und frühe Sterblichkeit zu Tage gebracht hatte – zeigt, dass Belastungen mit winzigsten Mengen von Roundup Tumore wachsen lassen und Lebern und Nieren von Ratten schädigen können

Kann das Ernährungssystem ohne Pestizide überleben?

Viele sind so sehr daran gewöhnt, dass Pestizide notwendig sind, dass sie der Idee, dass Chemikalien nicht wirklich notwendig sind, keinen Glauben schenken. Ensia ist eine Zeitschrift, die Lösungen für die weltweit größten Umweltprobleme präsentiert: 28

„Wie viel ist zu viel?“ Mit dieser Frage beschäftigt sich Jules Pretty, Professor der Universität Essex, UK, ständig. Dass Landwirte ihre Abhängigkeit von Pestiziden senken und zugleich ihre landwirtschaftliche Produktion aufrechterhalten können, manchmal durch die Anwendung von Techniken, die Tausende Jahre alt sind 29, ist sehr ermutigend.

Über die letzten 25 Jahre hat Pretty nachhaltige landwirtschaftliche Verfahren 30aus der ganzen Welt studiert. Er hat gezeigt, das Integriertes Schädlingsmanagement (IPM) – eine Strategie, die alternative, differenzierte und historische landwirtschaftliche Verfahren zur Schädlingskontrolle beinhaltet – den Verbrauch von Pestiziden in vielen Agrikultur-Systemen reduzieren kann.

2015 veröffentlichten Pretty und Kollegen eine Meta-Analyse 31 von 85 Feldern in 24 Ländern in Asien und Afrika, die Techniken der integrativen Schädlingskontrolle (IPM) und geringeren Pestizidverbrauch anwendeten und dabei die Ernteerträge steigerten. Auf einigen wurden die Pestizide ganz weggelassen durch Techniken wie Fruchtwechsel und Pheromon-Fallen zum Einfangen von Schädlingen, sagt Pretty.

‚Dreißig Prozent der Anbausysteme konnten ganz ohne Pestizide auskommen,‘ berichtet Pretty. Nicht nur das, aber erstaunlicherweise geschehen die Innovationen in der Nachhaltigkeit in den ärmeren Ländern: Bangladesh, Indien und einige Länder Afrikas. Diese Länder gehen wirklich mit leuchtendem Beispiel voran.“

„Farmer Field Schools“, die es Landwirten ermöglichen, mit verschiedenen Techniken zu experimentieren und die Ergebnisse selbst zu sehen, sind nach Ansicht Prettys eine Kernstrategie zur Verringerung der Abhängigkeit von Pestiziden. Dies hat sich schon als bedeutend wirksamer erwiesen als der bloße Versuch, die Landwirte davon zu überzeugen, ihre Techniken zu ändern.

Wenn sie erst die Ergebnisse mit eigenen Augen gesehen haben, sind die meisten dazu bereit, pestizidfreie Methoden anzuwenden und ihre Erfahrungen mit anderen zu teilen. Er ist davon überzeugt, dass „wenn genügend Landwirte in genügend Entwicklungsländern von den Vorzügen der nachhaltigen Anbaupraktiken wie IPM überzeugt werden können, die Abhängigkeit der Welt von Pestiziden verringert werden kann,“ schreibt Ensia.

Welche Lebensmittel sollten am ehesten biodynamisch gekauft werden?

Ethos Health

Ich ermutige Sie dazu, den Film „Vom DDT zum Glyphosat“ mit jedem zu teilen, den Sie kennen. Posten Sie es auf Facebook, Twitter oder teilen Sie es per E-Mail. Es ist wirklich wichtig, dass jeder begreift, dass ein großer Teil unserer Gesundheitsprobleme giftigen Belastungen durch unser Essen geschuldet ist.

Jeder kann durch Pestizide geschädigt werden, aber wenn Sie eine Frau im gebärfähigen Alter sind oder junge Kinder haben, ist es besonders wichtig, Maßnahmen zu treffen, um Ihre Belastung zu reduzieren. Idealerweise sollte natürlich die gesamte Nahrung, die Sie und Ihre Familie essen, organisch erzeugt worden sein. Abgesehen davon hat nicht jeder Zugang zu einer großen Auswahl organisch produzierter Nahrung und sie kann manchmal kostspieliger sein als konventionell zu kaufen.

Eine Methode, Geld zu sparen und zugleich Ihre Pestizidbelastung zu senken, ist, einige organisch produzierte Artikel zu kaufen und sich für andere zu „entscheiden“, die konventionell angebaut wurden, je nachdem wie stark jedes Produkt üblicherweise mit Pestiziden behandelt wird.

Tierische Produkte wie Fleisch, Butter, Milch und Eier sollten vorrangig bio sein, weil tierische Produkte dazu neigen, Gifte ihres pestizid“gewürzten“ Fressens in ihrem Körper anzureichern, wodurch sie erheblich höher belastet sind als konventionelles Gemüse.

Bitte bedenken Sie das, denn wenn das neue Roberts-Stabenow-Gesetz (S. 2609) für einen nationalen Standard für die Auszeichnung von GMO verabschiedet wird, werden Geflügel und Eierprodukte von jeglicher GMO-Offenlegung ausgenommen sein, selbst wenn die Tiere mit GM gefüttert werden oder das Produkt andere GM-Organismen enthält so wie GM Maissirup. Eigentlich ist es einfach: organisch produzierte Nahrung kaufen und Tierprodukte nur von solchen Tieren zu kaufen, die nur mit Gras/Heu gefüttert wurden.

Jenseits von tierischer Nahrung können die Pestizidbelastungen verschiedener Ost- und Gemüsesorten sehr variieren. Im vergangenen Jahr analysierte Consumer Reports (Verbrauchernachrichten) Daten des Pestiziddatenprogramms der US-Behörde für Landwirtschaft (USDA) aus 12 Jahren, um die Risiko-Kategorien (von sehr niedrig bis sehr hoch) bei verschiedenen Arten von Obst und Gemüse zu ermitteln. 32

Weil Kinder besonders empfindlich gegen die Wirkung von Umweltchemikalien inklusive Pestizide sind, richteten sie die Risikobewertung nach einem 3,5 Jahre alten Kind aus. Sie empfehlen den Bio-Kauf von allen Obst- und Gemüsesorten, die bei konventionellem Anbau mittel oder hochbelastet sind. Die folgenden Feldfrüchte sollten Sie immer in der organischen Version kaufen wegen ihrer erhöhten Pesizidbelastung:

Pfirsiche Möhren
Erdbeeren Grüne Bohnen
Paprikaschoten Chilischoten
Mandarinen Nektarinen
Preiselbeeren (Cranberries) Süßkartoffeln

Was Sie über GMO wissen sollten

GMO77

Genmanimpulierte Organismen (GMO) oder gentechnisch veränderte Nahrungsmittel (GE) sind lebende Organismen, deren genetische Komponenten künstlich in einem Labor manipuliert wurden, indem instabile Kombinationen von Pflanzen-, Tier-, Bakterien- und sogar Viren-Genen geschaffen wurden, die nicht in der Natur vorkommen oder durch traditionelle Kreuzungsmethoden erreicht werden können.

GMO-Befürworter behaupten, dass gentechnische Manipulation „sicher und vorteilhaft“ sei und dass sie die Agro-Industrie vorantreibe. Sie sagen auch, GMO würden die weltweite Versorgung mit Nahrung und die Nachhaltigkeit sichern. Aber sind diese Behauptungen wahr? Ich glaube nicht. Jahrelang habe ich bekundet, dass GMO eine der größten Gefahren für das Leben auf diesem Planeten darstellen. Gentechnische Veränderung ist NICHT die sichere und vorteilhafte Technologie, als die sie gepriesen wird.

Die FDA machte den Weg für den genmanipulierten atlantischen Lachs frei. Er soll in Fischfarmen für den menschlichen Verzehr gezüchtet werden. Dank der hinzugefügten Texte im Gesetz für Bundesausgaben wird das Produkt eine spezielle Kennzeichnung benötigen, sodass wenigstens die Verbraucher den GMO-Lachs in Geschäften identifizieren können. Jedoch ist es zwingend, dass ALLE GMO-Lebensmittel gekennzeichnet werden, was gegenwärtig noch abgelehnt wird. [Vorsicht Monsterfisch! Essen Sie noch Lachs? U.S. approves „Frankenfish“ for human consumption]

Die FDA bedroht die Existenz unserer Lebensmittelversorgung. Wir müssen anfangen, jetzt Maßnahmen zu ergreifen. Ich ersuche Sie dringend, diesen Artikel mit ihren Freunden und Ihrer Familie zu teilen. Wenn wir zusammen handeln, können wir etwas bewegen und dieser Absurdität ein Ende setzen.

Boykottieren Sie heute QR-Codes (Smart Label)

Wenn Sie QR-Codes oder sogenannte Smart Label auf einem Nahrungsmittel sehen, lassen Sie es liegen. Produkte, die von der Grocery Manufacturer’s Association  (GMA, Vereinigung der Nahrungsmittelproduzenten) markiert sind, sind mit großer Wahrscheinlichkeit voller Pestizide und/oder enthalten GMO-Bestandteile.

Unter den mehr als 300 Mitgliedern der GMA befinden sich chemotechnische  Firmen, GMO-Saaten-Hersteller und Lebensmittel- und Getränkehersteller. Monsanto, Dow und Coca-Cola sind einige der Prominenten in dieser mächtigen Industriegruppe, die keinerlei Skrupel zeigen, wenn es um die Interessen ihrer Mitglieder geht.

Verschwenden Sie nicht Ihre Zeit beim Durchsuchen deren Webseiten, die die Informationen, nach denen Sie suchen, enthalten oder auch nicht. Wenn diese darauf bestehen, IHRE Zeit zu verschwenden, indem sie Ihnen Ihren Einkauf erschweren, warum sollten Sie sie durch Ihren Kauf belohnen? Eine wenig bekannte Tatsache ist, dass der GMA tatsächlich die QR-Code-Marke gehört, die der Kongress akzeptiert hatte als sogenannten „Kompromiss“ anstelle der GMO-Kennzeichnung auf der Verpackung, weswegen ich glaube, dass sich hinter dem QR-Code jemand wie Monsanto versteckt.

Wollen Sie ein korruptes, giftiges und nicht nachhaltiges Nahrungssystem unterstützen oder ein gesundes, regeneratives? Es gibt viele Wahlmöglichkeiten abseits der Fertignahrung der großen Marken, die Teil des nachgewiesenen „ring of deception“ (~ Betrugssyndikat) der GMA sind. Sie können:

  • In örtlichen Hofläden einkaufen
  • Produkte markiert mit der Kennzeichnung “USDA 100-prozentig Organisch” (die per Gesetz kein GMO enthalten dürfen), “100-prozentig mit Heu ernährt (bei Fleisch)” oder “Garantiert GMO-frei” kaufen
  • Wenn Sie ein Smartphone haben und es Ihnen nichts ausmacht, es zu benutzen, laden Sie die Buycott app der OCA herunter, um schnell und leicht die Tausenden von Markenfabrikaten auszumachen, die GMA-Mitgliedern gehören, damit Sie sie vermeiden können, aber auch, um die Namen der ethisch korrekten Marken zu identifizieren, die Ihre Unterstützung verdienen. Zu guter Letzt ermutigen Sie bitte gute Firmen dazu, auf QR-Codes zu verzichten und transparent und klar in ihrer Auszeichnung zu sein. Das wird irgendwann sicherstellen, dass GMO-Lebensmittel leicht ausgemacht werden können durch das Label des erwiesenen „Betrugssyndikats“ der GMA, nämlich den QR-Code.

Campbell’s, Mars, Kellogg’s, ConAgra und General Mills verpflichteten sich alle freiwillig, ihre Nahrungsprodukte mit Hinweisen auf eventuelle GMO zu kennzeichnen – nach dem GMO-Kennzeichnungsgesetz von Vermont. Werden sie dies ändern, wenn der laufende „Kompromiss“ (s. o.) den Senat passiert hat (=und dann nicht mehr die GMO kennzeichnen)? Das bleibt abzuwarten, aber wenn Sie diese Firmen mögen, ermutige ich Sie dazu, sie zu kontaktieren und sie darum zu bitten, bei ihrer gegenwärtigen Kennzeichnungspraxis zu bleiben.

Nicht-GMO-Lebensmittelquellen in den USA (und anderswo)

Falls Sie nach gentechnikfreien Lebensmitteln suchen: Hier ist eine Liste vertrauenswürdiger Webseiten, die Sie besuchen können

Quelle