Schon wieder tote Fische an der Küste von Hokkaido angeschwemmt.

Ein schockierendes Bild tauchte kürzlich im japanischen Hokkaido auf, so die Japanischen Medien. Der Anblick ist erschreckend.

Millionen tote Sardinen bedecken die Küste von Hokkaido. Erst im Herbst 2021 starben massenhaft Lachse und Seeigel vor der Küste von Hokkaido, dass sogar die Einzelhandelspreise in ganz Japan in die Höhe stiegen.

Noch immer fließt radioaktives Wasser ins Meer, noch immer bekommt Japan das Desaster von Fukushima nicht in den Griff. Erst im Dezember 2021 stellte Japan trotz Protest seine Pläne vor, wie das Land schrittweise mehr als 1 Million Tonnen kontaminiertes Wasser des Atomkraftwerks ins Meer einleiten will.

Und schon jetzt werden massenweise tote Fische angeschwemmt. Die Japanischen Medien besuchten die Küsten von Hokkaido und interviewten die Bewohner, denn viele Anwohner begruben die toten Fische oder nahmen sie mit nach Hause, um sie essen. 

An der Küste von Hokkaido wurden wieder tote Sardinen entdeckt

Rebun ist eine kleine japanische Insel im Japanischen Meer vor der Nordwestspitze von Hokkaidō. Entlang der Küste wurden tote Sardinen angeschwemmt. Doch nicht nur der Strand ist mit toten Sardinen bedeckt, sondern auch im Meer treiben tote Sardinen, die nicht an den Stand gespült wurden.

Bereits seit Jahren wird gewarnt, dass Fukushima und die radioaktive Verschmutzung als Todesursache für das Fischsterben mit berücksichtigt werden muss, da nach den Daten von Hokkaido bereits der Kabeljau vor seiner Küste radioaktiv verseucht war.

Daher wird empfohlen, selbst in Ortschaften von Hokkaido, den Fisch zu meiden.

Südkorea will vor einem Welttribunal gegen die Wasserfreisetzung von Fukushima vorgehen

Giftmüll, der bei einer der schlimmsten Nuklearkatastrophen der Welt anfällt, wird laut dem Chef des japanischen Unternehmens, das die Aufgabe hat, das radioaktive Desaster zu beseitigen, trotz der Proteste lokaler Fischer ins Meer geworfen.

Über 1,2 Milliarden Liter radioaktiv belastetes Wasser lagern  im havarierten Atomkraftwerk Fukushima.

Nicht nur, dass eh bereits seit Jahren radioaktives Wasser und Giftmüll im Ozean entsorgt werden, jetzt sollen aus Platzmangel auch diese 1,2 Milliarden Liter radioaktives Wasser ins Meer geleitet werden.

Südkorea hat bereits mitgeteilt, gegen die Wasserfreisetzung von Fukushima vor einem Welttribunal  vorgehen zu wollen.

Fakt ist, dass sich pro Tag kontaminiertes Wasser ansammelt und Tepco keine Lagerkapazität mehr hat. Nach all den Jahren hat man versäumt zu entscheiden, was man mit dem ganzen Giftmüll macht, der auf dem Gelände lagert. Die kontaminierte Erde soll schon einfach vergraben worden sein.

Im Dezember 2021 stellte der Betreiber des Kraftwerks, Tokyo Electric Power (TEPCO), detaillierte Pläne für die Entsorgung vor, darunter auch den Bau eines Unterwassertunnels zur Ableitung des Wassers.

Werbung für Fisch, Gemüse und Obst aus Fukushima sollen die angeschlagene Wirtschaft ankurbeln

Und während Südkorea vor einem Welttribunal gegen die Entscheidung Japans in Fukushima vorgehen will, soll Werbung für Fisch, Gemüse und Obst aus Fukushima, die angeschlagene Wirtschaft ankurbeln.

Aus diesem Grund wurde die berühmte  J-Pop-Gruppe TOKIO engagiert. Insgesamt gibt es je einen Spot mit Shigeru Joshima mit Pfirsichen, einen mit Masahiro Matsuoka mit Thunfisch und Taichi Kokubun mit Sommergemüse.

Neben den Musikern werden ebenfalls viele Kinder in den Videos sein, die auf lustige Art die Produkte zeigen werden.

Gleich in einer ganzen Reihe an Fernsehwerbespots soll TOKIO für Produkte aus Fukushima werben und so den Gerüchten entgegenwirken. Der Gouverneur von Fukushima, Masao Uchibori, zeigte sich sehr erfreut über die Kampagne.

„Warum zum Teufel ist Fukushima immer noch undicht, wie zum Teufel ist es möglich“, so die entsetzten Fischer.

Während es in über 20 Ländern noch Einfuhrbeschränkungen für japanische Meeresfrüchte und andere landwirtschaftliche Produkte gibt, hob die Europäische Union Anfang 2019 das Verbot einiger Produkte auf, so die New York Times, an die sich die Fischer aus Japan besorgt gewendet hatten, nachdem bekannt wurde, dass Tepco keine Lagerkapazität für das kontaminierte Wasser hat und es in den Ozean entsorgen will.

Während Südkorea versucht, die Katastrophe zu verhindern, verhält sich die Europäische Union dagegen ruhig. Denn längst landen auf Grund des Freihandelsabkommens mit Japan „strahlende“ Lebensmittel aus Fukushima in den Regalen.

„Die Situation in Fukushima gerät ganz außer Kontrolle, da sind sich auch die Fischer einig, die zumindest noch etwas Geld mit ihren Meeresfrüchten verdienen. Doch wenn das kontaminierte Wasser in den Ozean entsorgt wird, ist es vorbei. Wer will dann noch unsere Meeresfrüchte kaufen?“ so die Fischer in einem Beitrag.

Vor der Küste von Hokkaido sterben massenhaft Fische

Eine große Anzahl toter Sardinen wurde an der Küste in der Nähe von Wakkanai angeschwemmt, so die Nachricht von Hokkaido. Genannt wird als Grund, der plötzliche Rückgang der Meerestemperatur. 

Sagten noch Fischer vor Jahren, dass sie in 60 Jahren,  so etwas noch nicht gesehen hätten und dieses seit der Nuklearkatastrophe von Fukushima vermehrt auftritt, sammeln jetzt die Menschen diese Sardinen auf und sagten: „Ich werde welche essen.

Ich habe gehört, dass die Sardinen gestorben sind, weil kaltes Wasser in das Kap geflossen ist, das ist auch vor 3 oder 4 Jahren passiert“.

Erst im Herbst 2021 gab es ein Massensterben von Lachsen und Seeigel vor der Küste von Hokkaido.

Der Lachsfang begann am 1. September 2021, aber am 2. Oktober war laut Asahi Shimbun fast die Hälfte der Fische in den Netzen tot.

Beamte der Präfektur gaben bekannt, dass mindestens 21.300 Lachse verendet seien, was zu einem Verlust von etwa 55 Millionen Yen (425.000 €) an Fischereieinnahmen geführt habe.

Die Verluste durch den Tod von 2.300 Tonnen Seeigeln, wurden auf 6,84 Milliarden Yen (52 Millionen Euro) geschätzt.

Fukushima und unser radioaktiver Ozean

Die Ereignisse in Japan, die am 11. März 2011 mit dem größten aufgezeichneten Erdbeben des Landes und einem Tsunami von bemerkenswerter Stärke begannen, führten zu Freisetzungen von radioaktivem Material aus dem Kernkraftwerk Fukushima Dai-ichi, die bis heute andauern.

Radioaktive Schadstoffe aus Fukushima werden von Strömungen, von denen die Kuroshio die stärkste ist, über den Pazifischen Ozean getragen und durch komplexe Küstenprozesse entlang der Westküste Nordamerikas verbreitet, so die Wissenschaftler.

Fakt ist: Mehr als 80% der Radioaktivität aus den beschädigten Reaktoren in Fukushima landeten im Pazifischen Ozean.

Seit mehr als zehn Jahren fließt radioaktiv verseuchtes Wasser aus der havarierten japanischen Atomkraft-Anlage Fukushima in den Pazifischen Ozean. Wie viel es genau ist, weiß niemand.

Schätzungen zufolge waren es zeitweise rund 300 Tonnen pro Tag. Auch über die genauen Auswirkungen auf die Umwelt kann nur spekuliert werden.

von Doro Schreier


Quelle: https://netzfrauen.org/2022/02/06/japan-5/